Chance Architekturpsychologie
Durch interdisziplinären Austausch zu neuen Erkenntnissen.
Seit vielen Jahren ist ein sehr starker Trend zu einem Zusammenrücken verwandter Fachdisziplinen erkennbar. Dass Austausch zu neuen Erkenntnissen und anderen Sichtweisen führt, ist nicht mehr neu. Die Entstehung und Etablierung wissenschaftlicher Disziplinen, wie Nanotechnologie und Biotechnologie zeigt dies eindrucksvoll. Neue Verfahren zur Herstellung und Optimierung von Produkten, wie beispielsweise im Sektor Glas oder im Bereich Energietechnik boomen. Architektur, so scheint es, versteht sich heute mehr denn je als Experimentierfeld neuer Technologien. So wird sie auch als eine von modernen Technologien getriebene, nur mehr leere Raumhüllen schaffende Technik kritisiert, die den Bezug zum Menschen verloren hat.
Die Material- und Energietechnologie, das Diktat von Normen, Kosten und Zeit dominieren die Architektur im öffentlichen wie im privaten Bereich. Eine Diskussion zwischen den Disziplinen, die den Menschen einerseits und den (Lebens)Raum andererseits betreffen, findet nicht statt. Soziologie und Psychologie versus Raum und Architektur ist kein Thema, obwohl es auf der Hand läge. Die Frage danach, wo die Hintergründe und Ursachen für diese Entwicklung zu sehen sind, wird kaum gestellt.
Die Hypothese, dass die Saat für ein gegenseitiges Verständnis und Zusammenwirken von Architektur und Psychologie nicht gelegt und deswegen marginal ist, weil interdisziplinäre Aus- und Fortbildung fehlt, liegt auf dem Tisch.
Der Eindruck, dass im europäischen Raum diese Themen bei der Lebensplanung, sowie beim Bauen und Gestalten eine untergeordnete Rolle spielen wird schon dadurch bekräftigt, dass die Möglichkeiten und Chancen der „Architekturpsychologie“ bislang weder bei Architekten und Psychologen bzw. Soziologen noch in der Öffentlichkeit gesehen werden. Wenngleich in der Bundesrepublik Deutschland immerhin an einigen Universitäten entsprechende Forschungen durchgeführt werden, deren Ergebnisse in zahlreichen jüngst erschienenen Publikationen an die Öffentlichkeit kommen, so trifft dies auf Österreich überhaupt nicht zu. Es gibt zwar eine im Jahr 2004 in Innsbruck gegründete Österreichische Gesellschaft für Architekturpsychologie und als Organ dieser Gesellschaft die Zeitschrift Architektur und Psychologie, beide aber ...
Unser Bemühen gilt daher, der Architekturpsychologie ein Forum zu geben und ihr zum Durchbruch zu verhelfen. Insbesondere freuen wir uns über jeden Beitrag per E-Mail. Wir möchten diese Seite gerne als Diskussionsforum gestalten.
